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Immer wieder tauchen vermehrt Geier am Himmel über Deutschland auf. Erst kürzlich konnte man in der Landeszeitung lesen, dass sich drei Gänsegeier auf einer Weide im Kreis Herzogtum Lauenburg niedergelassen hatten. Naturfreunde und Vogelbeobachter freuen sich über die Rückkehr der bei uns seit 150 Jahren ausgestorbenen Vögel, doch eigentlich ist es kein gutes Zeichen. Den großen Aasfressern geht in ihren südeuropäischen Brutgebieten nämlich immer mehr die Nahrung aus, der Hunger führt sie dann über mehr als tausend Kilometer nach Norden. Schuld daran ist eine Hygieneverordnung der EU zur Vorsorge gegen BSE, die vor allem in Spanien zur Schließung tausender traditioneller Tierkadaver-Sammelstellen führte.
Den Nindorfer Gänsegeier fand Hein Storm und sein Enkel Arjen am Samstag, den 09. Juli auf der Gemarkung "Branje" auf der Koppel vom Sohn bzw. Onkel Ulf. Erschöpft und ausgehungert saß der Geier am Knick. Hein und Arjen fuhren zu Hans-Jochen Mißfeldt und sagten ihm Bescheid. Als dieser eintraf, war allerdings vom Aasfresser weit und breit nichts mehr zu sehen. Eine Familie mit Hunden hatte ihn verscheucht. Einen Tag später sichtete den Vogel dann Hermann Gerdt gegenüber vom Widder Holz in der Nähe vom Hahnkamp. Hier verbrachte der Geier eine weitere Nacht. Am Montagmorgen rief Hans Jochen Mißfeldt die Tierauffangstation in Eeckholt an. Gegen Mittag kam dann Herr Rose. Mit Kescher und Wolldecke wurde der Gänsegeier schließlich eingefangen und mitgenommen. Bereits am Nachmittag rief Herr Rose dann bei Hans-Jochen Mißfeldt an und verkündete ihm, dass der Vogel nicht verletzt war und schon 7 Stücke Gulasch gefressen hätte.

 






















 

Fotos: Arjen Storm und Hans-Jochen Mißfeldt





Zu hoch für den schon sehr erschöften Gänsegeier