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12.04.2016 - Knapp 100 Bürger und Bürgerinnen nahmen an der außerordentlichen Gemeinderatssitzung teil. Das Thema Flüchtlinge in Nindorf interessierte viele Nindorfer und Nindorferinnen. Bevor der brisante Tagesordnungspunkt allerdings angesprochen wurde, hatte Bürgermeister Jens Rohwer noch einige andere Punkte zu berichten und bearbeiten. So teilte der Bürgermeister mit, dass die neue Begrüßungsmappe an alle Haushalte verteilt wurde. Auch wenn sich der eine oder andere kleine Fehler eingeschlichen hat, so ist diese Mappe doch sehr ansprechbar und gut gelungen, freute sich Rohwer. Sie wurde von der Arbeitsgruppe 2030 - Infrastruktur erstellt. Diese Begrüßungsmappe bekommen alle Nindorfer Neubürger/innen, die sich zukünftig beim Amt anmelden.
Wie in den letzten Jahren auch, wurden einige Straßen mit Edelflick ausgebessert und geteert.
Die Planung eines ca.20 Kilometer langen Rundwanderweges um das Dorf herum, gestaltet sich als sehr schwierig. Besonders beim Luhnstedter Gehege gibt es Lücken, die nicht zu schließen sind. So befindet sich hier das Äsungsgebiet des Rotwildes. Außerdem muss auf das Adlerpaar und die Schwarzstörche Rücksicht genommen werden.
Weiterhin lobte der Bürgermeister die Nindorfer Theatergruppe "De Plattspeelers", die mit ihrem Stück "Nu gründ wi uns egen Bank" für viel Begeisterung sorgten. "Es ist schön wenn man einen Botschafter hat, der die Gemeinde über die regionalen Grenzen bekannt macht", sagte Rohwer. Seine erste Trauung am Quellhaus vollzieht der Bürgermeister am 16. Juni 2016. Das Quellhaus wurde neben dem Dörpshuus ebenfalls als Trauungsort eingetragen.
Der Mietvertrag mit dem Amt Mittelholstein über das alte "Café Knuth" ist unterschrieben, verkündete der Bürgermeister. Die Gemeinde hat das Haus gekauft, um zukünftig eine größere Anzahl von Flüchtlingen unterzubringen. Bis zu 30 Flüchtlinge können beherbergt werden. Ob so viele Asylanten letztendlich nach Nindorf kommen, kann man noch nicht sagen, es werden aber auf jeden Fall Asylanten im Haus einziehen. Ein Mehrfamilienhaus in Hohenwestedt und das alte "Café Knuth werden bevorzugt belegt, bestätigte Uwe Leckband, zuständig für die Flüchtlingsunterbringung. Die Wohnungen werden jetzt in Kürze mit geringen Mitteln hergerichtet. Um den Nindorfer Bürgern und Bürgerinnen die Bedenken, Sorgen und Ängste zu nehmen und um Fragen zu beantworten, hatte die Gemeinde den hauptamtlichen Flüchtlingsbetreuer des Amtes Mittelholstein Herrn Kateh, sowie Betreuerinnen von Gemeinden aus dem Umkreis , wo schon längere Zeit Asylanten untergebracht sind, eingeladen. So konnten Ursula Bose und Frau Boehme-Eichen aus Luhnstedt und Helga Hirschbiegel vom Freundeskreis Flüchtlinge in Aukrug von sehr vielen positiven Erlebnissen berichten. Probleme unter den Flüchtlingen gibt es kaum, bestätigte auch der Flüchtlingsbetreuer, da die Unterbringung von Menschen mit schwierigen kulturellen Unterschieden im Vorwege getrennt untergebracht werden. Wichtig sei es, die Neuankömmlinge erst einmal in Ruhe ankommen zu lassen. Die Hilfe zur Selbsthilfe ist erfahrungsgemäß ein guter Weg mit der besonderen Situation umzugehen. Mehrere Freiwillige bildeten am Ende der Zusammenkunft eine Arbeitsgruppe, zusammen mit Gemeinderatsmitgliedern, um den ankommenden Ausländern hilfreich zur Seite stehen zu können. Benötigte Spenden und sonstige Hilfen werden über die Mitglieder der Arbeitsgruppe publik gemacht.


Das Äsungsgebiet des Rotwildes



Von links: Lutz Boucsein (stellvertretender Direktor der Landesforsten), Landtagsabgeordneter Hans Neve, Julia Paravucini (stellvertretende Direktorin in spe), Revierförster Torsten Noak und Bürgermeister Jens Rohwer. Die Begehung beim Luhnstedter Gehege ergab leider, dass ein Wanderweg an den Teichen vorbei nicht möglich ist.