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14.03.2016 - Es gab doch so einige Fragen, die Bürgermeister Jens Rohwer bezüglich der Flüchtlingsproblematik auf der letzten außergewöhnlichen Gemeinderatsversammlung zu beantworten hatte.
Die Gemeinde Nindorf hat das Objekt "Gaststätte Knuth" gekauft und dieses soll in den nächsten Wochen umgebaut werden. Wie Bürgermeister Jens Rohwer weiterhin sagte, werden die Umbauarbeiten nicht gravierend sein. Sanitäre Anlagen sind bereits genügend vorhanden. Als Wohnungen werden die oberen Bereiche des Hauses vermietet. Der Saal und die restlichen unteren Räume werden als Lager-, Aufenthaltsraum oder gar nicht genutzt. Die Wohnräume werden zu Ein- bis Vierbettzimmern hergerichtet. Festes Inventar ist Sache der Gemeinde. Einrichtungsgegenstände erfolgen über das Sozialamt oder können gespendet werden.
Es werden nicht mehr als 30 Neubürger im Haus untergebracht. Ob Familien oder junge Männer nach Nindorf ziehen, weiß noch niemand. Es ist aber davon auszugehen, dass die Menschen aus Syrien, Afghanistan oder aus dem Irak kommen. Unterschiedliche Glaubensrichtungen sollen schon im Vorwege ermittelt werden, damit es im Haus auf Grund dessen nicht zu Auseinandersetzungen kommt. Vermietet werden die Räume ca. ab Mitte des Jahres. Bis es allerdings soweit ist, soll ein weiterer Projekt- und Infoabend stattfinden. Es gibt noch einiges was man im Vorwege abklären muss.
Wer betreut die Immobilie?
Wer ist für die Grundstückspflege verantwortlich? Wer übernimmt die Kontaktaufgaben? Was ist mit Deutschunterricht?
Und sicherlich werden noch weit mehr Fragen auftauchen. Um ein bisschen Klarheit zu bekommen, wird zu dieser Veranstaltung ein Bürgermeister von einem Dorf mit Erfahrungen mit Flüchtlingen eingeladen. Weiterhin sollen an diesem Abend Arbeitsgruppen gebildet werden, ähnlich wie beim Projekt 2030. Auch die Nindorfer Vereine und Verbände werden gebeten, sich irgendwie einzubringen.
Weiterhin auf der Tagesordnung stand die Vereinheitlichung der Zuschüsse für Vereine und Verbände. Für nicht ortsansässige Vereine und Verbände sollen zukünftig einheitliche Zuschüsse in Höhe von 30,- € gewährt werden. Zuschüsse bekommen: Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund, das Müttergenesungswerk, der Volksbund dt. Kriegsgräberfürsorge sowie die dt. Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.
Die Neufassung der Gebührenordnung für die Benutzung des Dörpshuus wurde außerdem noch einstimmig abgesegnet. Bei Nutzung der Räumlichkeiten anlässlich einer Trauerfeier bzw. einer Beerdigung ist die halbe Gebühr nach Abs. 1 zu entrichten.