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Da hohle Baumstämme als Plätze für den Nestbau immer seltener werden, nutzen Hornissen inzwischen auch gerne Holz-Schuppen, Dachstühle oder Nistkästen in der Umgebung der Menschen. Ebenso wie Wespen leben Hornissen bis auf die Königin nur wenige Wochen, mit den ersten Nachtfrosten im September oder Oktober sterben die letzten Arbeiterinnen. Nur die befruchteten jungen Königinnen überwintern und sind damit in der Lage im kommenden Jahr einen neuen Staat zu gründen. Dazu suchen Sie sich im Frühling einen neuen Ort.
Die gute Küche bei Familie Stürken unten im Stawedder hatte sich in diesem Sommer auch bei den Hornissen herumgesprochen. Allerdings wurde hier nicht extra für die Insekten gekocht, sondern die vielen Obstbäume waren Opfer der Begierde. Besonders die saftigen Birnen waren fast alle angenagt und ausgehöhlt. Eigentlich sind Hornissen erstaunlich friedfertige Tiere, die nicht grundlos angreifen. Aber wenn Torsten die Schuppentür öffnete, dann rummelte es gewaltig im Vogelhaus und wem gefällt es schon, wenn man durch eine Erschütterung fast vom Stuhl fällt. So kam der Befehl sicherlich von ganz oben, Torsten durch Stiche darauf aufmerksam zu machen, dass er diese Ruhestörungen zu unterlassen habe.




Sie bauten ihr Nest im Nistkasten


Der Haupteingang wird immer bewacht



Arbeiterinnen bauen fleißig am Nest



Eine Drohne wird von Arbeiterinnen angegriffen

Die Drohnen werden eigentlich nicht getötet. Sie werden in der Regel nach der Paarung einfach nicht mehr gefüttert und verhungern somit. Die Drohnen sind selbst nämlich nicht in der Lage Blütenpollen zu sammeln, sodass sie völlig vom Weibchen abhängig sind. In diesem Fall wurde die Drohne allerdings von einer Arbeiterin gejagd und immer wieder bekämpft. Am Ende blieb sie tot am Boden liegen.

Fotos: Boto Wittgrefe