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Der Frühling ist da und somit auch die Störche. Besonders laut hört hört man das Geklapper der Storchenschnäbel in Hitzhusen. Der Ort liegt westlich von Bad Bramstedt an der Bundesstraße 206. Mitten in Hitzhusen wohnt Storchenvater Günther Schoen. Zusammen mit seinem Bruder und seinem Sohn betreuen sie über 30 Storchenpaare. Angefangen hat alles 1988 mit dem ersten Nest. Schon im darauffolgenden Jahr zog das erste Storchenpaar ein. Es folgten weitere Nester. Heute besitzt der Storchenexperte 35 Nester auf dem weiträumigen Gelände des stillgelegten elterlichen Bauernhofes.
Hier finden die Tiere, bedingt natürlich durch die durch Hitzhusen fließende Bramau, fast ideale Bedingungen für die Nachwuchspflege. Auf dem Speiseplan der Weißstörche stehen Regenwürmer, Insekten, Mäuse, Schlangen, kleine Enten, Fische und Frösche. Damit der Adebar genügend Futter hat, kauft Günther Schoen noch Brassen, Plötze und Eintagsküken dazu. 17 Störche leben das ganze Jahr über in der Kolonie. Die meisten überwintern allerdings in Afrika oder Spanien. Zurzeit leben 64 Tiere in der Kolonie in Hitzhusen. Storchenvater Günther Schoen kennt sie fast alle und er hat bisher weit über 700 Storchen-Kinder registriert.


Störche bei der Paarung

Neues Baumaterial für das Nest



Geklappert wird zur Begrüßung des Partners, zur Warnung für Konkurrenten oder beim Balzritual

Wenn die Storchenfrau im Nest steht, tänzelt er ein wenig um sie herum. Ist sie bereit sich zu paaren, dreht sie ihm ihr Hinterteil zu und stellt sich etwas seitlich vor ihn. Mit einem Schnabelgriff in ihren Nacken springt er nun auf ihren Rücken und nimmt die richtige Sitzposition ein, während er aus Erregung mit den Flügeln schlägt, auch um das Gleichgewicht zu halten. Das Weibchen wirft dabei ihren Kopf in den Nacken und gibt durch Heben des Schwanzgefieders und Öffnen der Flügel die Kloake (Geschlechtsteil) frei. Der Kloakenkuss dauert nur wenige Sekunden und ist begleitet von Schnabelgeklapper und leisen Pfeif- und Zischlauten beider Tiere.

Nach dem Absprung des Männchens steht bei beiden Gefiederpflege auf dem Programm, denn die Federn müssen wieder gerichtet werden.

Liebespaar...



Anflug





Nebenan auf der Wiese liegt genug Baumaterial für das Nest herum

Fotos: Boto Wittgrefe