Tag der "Offenen Gärten"


bei Boto und Hilde Wittgrefe in Nindorf
Irgendwann im Frühling 2024 entstand bei uns die Idee noch einmal beim
Offenen Garten mitzumachen. Nachdem wir unserer ersten Erfahrungen
mit diesem Event 2008 und 2010, damals noch mit Botos Mutter Christel als
große Unterstützung, gemacht haben, war klar mein Renteneintritt musste
abgewartet werden, um die anstehenden Gartenarbeiten in Vollzeit machen
zu können. Also legten wir fest, dass wir 2026 unseren Garten für
interessierte Gartenbesucher/innen öffnen wollen. Natürlich teilten wir
unseren Entschluss unseren Freunden und Bekannten mit. Auch wurde
unser Vorhaben als Nindorfer Veranstaltung in unseren Gemeindekalender
mit aufgenommen. Einfach Alle waren begeistert und boten ihre Hilfe an am
Veranstaltungswochenende 21./22. Juni 2026. Bis dahin wühlten Boto und ich
uns durch Beete, Hecken und einfach alle Ecken unseres Areals. Im Herbst
2025 mussten etliche Büsche eine Korrektur über sich ergehen lassen und unser
Nachbar half beim Lagerfeuer bei der Entsorgung. Seine Partnerin sorgte
wie selbstverständlich für die Gaumengenüsse. Damit es nicht zu kahl auf
unserem Land wurde, kamen neue Eichenpfosten von ausgesorgten
Koppeleinfriedigungen dazu. Flohmarktfunde ergänzten wie so häufig die
fehlenden Dekoelemente in unserem grünen Refugium. Aufmerksame
Bekannte aus unserem Dorf versorgten uns zusätzlich mit diesem oder
jenem schönen Teil aus Haushaltsauflösungen, die auf unserer Scholle gut
von uns in Szene gesetzt wurden. Auch die Nachbarin lebte sich ab und an
mit überraschenden Dekoideen aus. Ein besonders schönes Bauwerk schufen
meine Männer 2025 pünktlich zu meinem im August beginnenden
Ruhestand. Sie zimmerten eine Laube für rückenschonende Umtopfarbeiten
für mich, mit oder ohne vorheriger Planung wurde nicht verraten. Die
wunderbare Laube hielt zwar vor dem wasserwaagenblick des Nachbarn nicht
ganz stand, aber Botos Innendeko hat wieder alles kaschiert. Der Garten ist
um ein zauberhaftes Bauwerk reicher. Schon 2025 beim Abriss des alten
Nachbarhauses, kam der eine oder andere Eichenbalken rüber auf unser
Grundstück. Besonders der Eingangsdachbalken mit Inschrift war auf
Botos Wunschliste, wurde von einem lieben Radladereigentümer zu uns
geschafft und ziert nun meine Rentenlaube, einfach klasse. Die gemeinsame
Liebe für alte Waschkessel, begann mit der Übernahme des Kessels aus
meinem Elternhaus und gipfelte bei einem kostenlosen Ebay Angebot aus
Kiel , abzuholen aus dem 5. Stock. Auch dieser Betonkessel wurde mit
Sackkarre und viel Schweiß von uns beiden in den heimatlichen Garten
geschafft. Für unsere Gartenzurschaustellung war uns wenig zu schade.
Etliche Ausflüge ins Pflanzenoutlet sorgen für bunte Vielfalt. Noch mehr
Funkien fanden den Weg zu uns und der Puster, Freischneider, die
Heckenschere brummten unentwegt. Die Gartenschere war immer an der
Frau/an dem Mann, der Kompost wuchs und unsere Rücken quengelten.
Darauf konnte keine Rücksicht bis zum Tag X genommen werden. Um eine
bestmögliche Präsentation an den Gartentagen zu ermöglichen, sollten die
Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirtet werden. Es boten sich 18 liebe
Menschen an für unser Wochenende zu backen. Es kamen tolle Backwerke
an, die von dem freiwilligen Serviceteam verkauft wurden. Die ganze
Planung lief bei unserer Freundin zusammen. Dankbar für so viele
Helfer/innen, die eine harmonische Athmosphäre ausstrahlten, blieben Boto
und mir nur die Rolle der entspannten Gartengastgeber/in auszufüllen. Wir
konnten ca. 350 Gartenbesucher/innen unseren Garten vorführen. Wir haben es
sehr genossen und danken auch auf diesem Wege unseren Mitstreiter/innen
für die wunderbare Unterstützung für unser Projekt Offener Garten 2026
bei Boto und Hilde.




Hilde und Boto Wittgrefe