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Oktoberfest Nindorf - und endlich war es perfekt!


Am 21. und 22. September 2019 fand das 5. Nindorfer Oktoberfest auf dem Kyffhäuserplatz statt.
Was für ein tolles Fest!! 1.600 glückliche Gäste tanzten und feierten gut gelaunt bis tief in die Samstagnacht.
Für die gute Stimmung sorgten einmal mehr die Obermindeltaler Musikanten aus Willofs im Allgäu. Am späteren Sonntagvormittag verwöhnten die Obermindeltaler Musikanten die anwesenden 250 Gäste noch einmal mit einem Frühschoppenkonzert.


Bereits im November 2017 begann das Organisationsteam – bestehend aus Dirk Ohrt, Jochen Lindemann, Günter Sievers und Jörn Wieben - mit den Vorbereitungen für das Oktoberfest 2019.
Alles begann mit einem Rückblick auf das vergangene Fest. Positive Aspekte wurden herausgearbeitet und vor allem diejenigen Dinge wurden analysiert, die nicht so gut funktioniert haben.
Mit dem herausgearbeiteten Optimierungswerkzeug ging es dann ans Werk: Oktoberfest 2019! Neben Verhandlungen mit Zeltbetreiber und Gastronom war es ebenso wichtig, ob unsere Oktoberfestkapelle aus Willofs im Allgäu in 2019 wieder den (für die Jungs und Mädels katastrophal anstrengenden) Weg nach Nindorf antreten möchte – zumal unsere Kapelle im Juli 2019 bei sich zu Hause ein großes Bezirksmusikfest anlässlich ihres 100. Jubiläums ausrichtete. Zu unserer großen Freude ließen unsere Freunde aus dem Allgäu überhaupt keinen Zweifel daran, in 2019 nach Nindorf zu kommen. Darauf sind wir sehr stolz! Apropos stolz, eine Änderung gab es noch zu vermelden: 20 Sponsoren haben sich bereit erklärt, das Oktoberfest 2019 nicht nur ideell sondern auch finanziell zu unterstützen, an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Dank!
Im November 2018 präsentierten wir auf der Jahreshauptversammlung das Oktoberfestplakat in neuem Design mit einem Eyecatcher aus 7 jungen Damen, die von Boto Wittgrefe auf dem letzten Oktoberfest mit einer super Aufnahme fotografiert wurden – Dankeschön Boto – und die sich bereit erklärten, dass wir diese Aufnahme für unsere Werbung verwenden dürfen. Dankeschön, Ihr Lieben, dass Ihr unserem Oktoberfest – egal ob auf Plakaten, Eintrittskarten, Facebook, Bussen oder in unserem Videoclip – ein so charmantes Gesicht gegeben habt.
Kurz vor Weihnachten 2018 lief der Vorverkauf an und wir ließen die Öffentlichkeit daran teilhaben, dass es in 2019 wieder losgeht (sprich: wir haben Werbung gemacht). An dieser Stelle vielen Dank an unsere Kartenvorverkaufsstellen, die wieder einmal einen tollen Job gemacht haben.

Nun war ein ruhiger Zeitabschnitt angebrochen: bis auf ein paar Nachbrenner in der Werbung war nicht viel Organisatorisches zu leisten.
Deshalb unternahm eine kleinere Abordnung eine Reise nach ins Allgäu, um unserer Kapelle einen Besuch abzustatten und am Maibaumfest teilzunehmen. Unter großer Gastfreundschaft wurden wir in Willofs empfangen und erlebten wunderschöne Tage in den Bergen.

Aber nicht zum letzten Mal in 2019 waren Nindorfer in Willofs zu Gast: vom 5.-8.7.2019 machte sich ein Bus mit 42 Holsteinern (in der Altersspanne von 26 – 92 Jahren) auf ins Allgäu, um das Bezirksmusikfest des Bezirks Marktoberdorf, das einklängig mit dem 100. Jubiläum der Obermindeltaler Musikanten in Willofs gefeiert wurde, mitzuerleben.
Und was wir dort erleben durften, erfüllt uns heute noch mit großem Respekt: neben großer Gastfreundschaft, viel Geselligkeit und ausgezeichneter Musik (hier seien nur als absolute Highlights der Samstagabend mit den "Schwindligen 15" und der Festumzug mit 32 Blaskapellen, die im übrigen auch noch als Gemeinschaftschor alle gemeinsam musizierten) erwartete uns ein mit viel liebe und Herzblut perfekt organisiertes Musikfest. ‚Absolut auf den Punkt’ würde jeder Chefkoch sagen, das war ganz großes Kino. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die gesamte Organisation und Bewirtung der mehreren tausend Festzeltbesucher von den Willofsern in Eigenregie bewerkstelligt wurde, bekommt man den Mund vor lauter Staunen gar nicht wieder zu. Wahnsinn!!
Eine Geschichte, die uns sicher noch über Jahre ein Schmunzeln entlocken wird, ist sicher die „Bier-Affäre“ auf dem Festumzug: am Samstagabend lernten wir sie kennen, die Jungs vom Trommlerzug Uffing. Dabei müssen unsere Allgäuer Freunde schon etwas im Schilde geführt haben: immerhin haben sie denen im Festzelt Plätze direkt neben uns reserviert. So wurde dieser Abend eine spaßige Angelegenheit.
Als wir am nächsten Morgen aus unserem Bus vor dem Willofser Bürgerhaus ausstiegen, begrüßten die Uffinger, die dort ihr Schlafquartier hatten, uns mit einem Ständchen: "an der Nordseeküste" gespielt mit Bariton und Akkordeon. Da war der Bann endgültig gebrochen. Beim anschließenden Festumzug (es war brutig heiß und Gewitter stand kurz bevor) kam der Trommlerzug um die Kurve marschiert und die Jungs sahen stark dehydriert aus. Aus holsteinischer Fürsorge nahmen wir eine Kiste Bier und stellten sie an den Straßenrand. Das Folgende war eine Verkettung logischer Zusammenhänge: der Trommlerzug stoppte an der Bierkiste (somit stand der gesamte Festumzug bei stark drohendem Regen), vier Nindorfer öffneten Bierflaschen, reichten sie an die Trommler durch und nahmen sie nach Leerung wieder zurück, bis alle Flaschen wieder da waren und der Zug sich wieder in Bewegung setzte. Netto-Stehzeit: 58 Sekunden...
Na ok, so richtig geoutet haben wir uns dann doch erst, als wir hörten, dass trotz der Verzögerung der Regen erst 20 Sekunden später losbrach, nachdem alle Musiker und Ehrengäste trocken wieder im Festzelt angekommen waren. Aber dann haben wir uns dafür gefeiert. Danke, lieber Werner, für Deine Geduld...

Am 3. September war es dann so weit. In Nindorf wurde das Zeltgerüst aufgebaut, schon 2 Wochen vor dem Fest. Und so konnten wir nach und nach ganz in Ruhe alles gemeinsam mit unseren vielen vielen Helfern fertig stellen und das Fest vorbereiten.
Die Generalprobe erfolgte am Freitagabend: Firma Pohl aus Hohenwestedt hatte sich das Festzelt gemietet und feierte mit 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren Partnern ihr 70-jähriges Betriebsjubiläum. Ein ganz tolles Fest hatte Familie Pohl für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Beine gestellt.

Und dann kam der Samstag und es ging los: bei traumhaft sonnigem Wetter um kurz nach 10 Uhr kam unsere Oktoberfestkapelle bereits mit dem Bus angefahren (nach einer elfstündigen Busreise, die am Vorabend um 23 Uhr begann). Aufbau, Soundcheck, gemeinsames Mittagessen und dann ging es für einige Musiker nochmal in die Waagerechte, den Ansatz richten.
Für den nicht-schlafenden Teil ging es noch zu einem kurzen Ausflug zum Hof Wiesengrund nach Stafstedt, wo Familie Sievers unseren Gästen ihren landwirtschaftlichen Betrieb zeigte und erklärte. Vielen Dank, dass Ihr das möglich gemacht habt.
Anschließend war es für die Musiker, die sich den Hof anschauten, auch noch möglich, eine Mütze voll Schlaf zu nehmen – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Familie Krusche für die wie immer gelungene Unterbringung der Kapelle – bis es dann ernst wurde: Gegen 19 Uhr trafen die ersten Transferbusse ein – vielen Dank an Firma Ubben Reisen GmbH für den wieder perfekten Service – und die Gäste strömten in unser geschmücktes und beheiztes Festzelt.



Die Geldtaschen für die Bedienung werden befüllt


Um 20 Uhr war das Festzelt schon gut gefüllt, als die Obermindeltaler Musikanten unter Musik ins Zelt einmarschierten. Bis 21.30 Uhr erlebte das Publikum Blasmusik par excellence, wie es sie hier im Norden kaum oder gar nicht zu hören gibt.
Bis dahin hatten die Gäste auch noch die Chance, in Ruhe ihr bestelltes Essen zu genießen. Hier ein ganz großes Dankeschön an Susanne Wieben und ihr Team von der "Lütten Schlachterie", die uns aufgrund einer Lieferantenabsage kurzfristig aus der Klemme geholfen haben (obwohl sie das Buch schon voll hatten) und uns mit so leckerem Essen versorgt haben. Das war ganz toll!
Und ebenfalls ein ganz ganz großes Dankeschön an unsere Vereinsmitglieder, die an diesem Abend hinter den Tresen unterstützt haben. Das Fest wäre ohne Euch ein anderes gewesen!
Nachdem die letzte Haxe abgeräumt war, starteten die Obermindeltaler Musikanten die ersten Schlager- und Stimmungsrunden. Sofort standen die ersten Gäste auf den Bänken und die Tanzfläche füllte sich.
Szenenapplaus gab es, als die 6 Burschen der Kapelle eine Schuhplattlereinlage und die Holzhackerbuabn aufführten.
Das war dann für die Musiker aus Willofs die letzte Möglichkeit zum Luftholen. Jetzt ging es mit Volldampf Richtung Stimmungs-Zenit: bis 1.15 Uhr brachte unsere Oktoberfestkapelle ohne Pause das Festzelt zum kochen. Mit deutschen und internationalen Titeln, vielstimmigem und richtig gutem Gesang, Soloeinlagen, tänzerischen Darbietungen bis hin zu Medleys aus Ballermann- oder Apres-Ski-Hits ging wahnsinnig die Post ab. Das Publikum dankte der Kapelle jeden Song mit riesigem Applaus und feierte tanzend den wunderschönen Abend.
Ab 1.15 Uhr konnte sich unsere Oktoberfestkapelle für die erschaffene super-Stimmung im Zelt selbst belohnen: DJ Sanity übernahm und unsere Musiker feierten mit den partywütigen Gästen, bis um 2.45 Uhr die Transfer-Busse starteten und gegen 3 Uhr der letzte Ton dieses stimmungsvollen Oktoberfest-Abends.
An Nils Miebach – DJ Sanityeinen herzlichen Dank für die tolle Stimmung zum Finale des Festes und die perfekte licht- und tonmäßige Begleitung des Festes.

8 Stunden später, am Sonntag um 11 Uhr, begann die musikalische Umrahmung des Oktoberfest-Frühschoppens. Ebenfalls bei strahlendem Wetter und ebenfalls durch die Obermindeltaler Musikanten, die sich vorher bei einem ausgiebigen Frühstück im Dörpshuus – Dankeschön an Grieta und Bianka für die klasse Bewirtung – für ihre musikalische Arbeit stärken konnten.
Als wenn am Vorabend nichts gewesen wäre, durfte sich das Publikum auf allerfeinste Blasmusik freuen. Polkas aus Böhmen, Österreich und dem Allgäu – die Polka "ein Fest mit Freunden" wurde von Tubist Peter Bauschmid selbst komponiert und im Juli 2019 beim Bezirks-Musikfest zum 100. Jubiläum der Obermindeltaler Musikanten uraufgeführt – Schuhplattler, Holzhackerbuabn und sogar eine Darbietung des Alphornquartetts wurde dem Frühschoppen-Publikum geboten. Als Hommage an das Nindorfer Publikum hob Dirigent Robert Bräckle den Stab und ließ den Marinemarsch "Gruß an Kiel" von seinen Orchestermitgliedern erklingen, was bei den Gästen zu standingovations und nicht enden wollendem Applaus führte.
Gegen Ende des Frühschoppenkonzertes dankte Werner Bauschmid, 1. Vorstand der Obermindeltaler Musikanten, dem Publikum für den reichhaltigen Applaus und dem Organisationsteam für die Ausstaffierung des Festes. Als Überraschung hatte Werner für jedes Mitglied der Nindorfer Abordnung, die im Juli zum Bezirksmusikfest anläßlich des 100. Jubiläums nach Willofs gereist ist, ein T-Shirt zur Erinnerung dabei. Da blieb sicher dem einen oder anderen vor Rührung der Mund offen stehen.
Vielen Dank, liebe Freunde aus dem Allgäu, für diese tolle freundschaftliche Geste. Und vielen herzlichen Dank für Euren Einsatz, den Ihr wieder einmal auf Euch genommen habt, um unter An- und Abreisestrapazen unserem Publikum so richtig einzuheizen und wahnsinnig gute Musik zu Gehör zu bringen. Ihr habt das Festzelt wieder gerockt, Ihr seid der Wahnsinn, vielen vielen Dank!

Am Montag und Dienstag wurde dann Rückbau betrieben und jeder war froh, als das letzte Element im LKW verschwunden war.
Was für ein tolles Oktoberfest. Und endlich hat mal alles geklappt! Von Bewirtung über Beleuchtung und Akkustik, sanitäre Anlagen, Garderobe, Auf- und Abbau, Wasserversorgung, Platzbeschaffenheit, Wetter, tolle Musik und tolle Gäste, tolle Helfer. Das macht Lust auf mehr!
Apropos tolle Helfer: Wir sind sehr stolz auf die Hilfe, die wir von so vielen Leuten in den verschiedensten Bereichen bekommen haben: Zeltauf- und Abbau, Wasserver- und -entsorgung, Bühnenbau, Elektrik, Dekoration, am Tresen und im Service, Parkplatz, Heizung, Zeltwache, Kasse, usw., usw. Oder einfach mal einen Kaffee und ein Eis vorbeibringen.
Das war der Wahnsinn, wie Ihr uns geholfen habt, dieses Fest auf die Beine zu stellen. Ohne Euch wäre das nicht möglich gewesen, vielen vielen Dank!

   




 

Das Festzelt wird aufgebaut

Genügend Toiletten waren vorhanden



Die letzten Vorbereitungen

Da läuft einem im Nachhinein noch das Wasser im Munde zusammen

Kurz noch eimal sammeln und dann kann das Oktoberfest beginnen

Der Sportverein verkaufte lecker "Kurze"

Alle sind bereit, die Gäste können kommen

"Volles Haus"

Die Gäste hatten Durst

Sonntag, Frühschoppen im Festzelt